Anzeige
Login
| Nele Neuhaus im Interview |
| Geschrieben von: Daniel Raifura |
| Dienstag, den 07. Juni 2011 um 05:55 Uhr |
|
kultur-base.de: Ihre Romane sind aus den Buchhandlungen nicht weg zu denken. Was ist das für ein Gefühl zu den Top- Autoren in Deutschland zu gehören? Nele Neuhaus: Ein ganz großartiges und gleichzeitig unwirkliches Gefühl. Ganz oft denke ich, das passiert jetzt doch gar nicht wirklich dir, oder? Früher habe ich mir immer gewünscht, eines Tages ein Buch von mir in einer Buchhandlung zu finden und nun sind sie überall präsent, das ist einfach traumhaft! kultur-base.de: Wie sahen Ihre Recherchen zu dem Roman aus? Nele Neuhaus: Ich habe sehr viel über das Thema „alternative Energien“ gelesen und ausführlich im Internet die Pros und Contras recherchiert. Gerade wenn es um Windparks geht, die in der Nähe von Ortschaften gebaut werden sollen, so gibt es nicht die eine richtige Meinung. Ich verstehe durchaus auch die Gegner, die nicht per se gegen Windenergie als solches sind, sondern eben nur kein Windrad vor der Haustür haben wollen. Obwohl es keine ganz große Rolle in meinem Buch spielt, habe ich zum Thema Klimawandel eigentlich noch intensiver recherchiert, es ist wahnsinnig spannend, was Befürworter und Gegner über die These des vom Menschen verursachten Klimawandels schreiben und sagen. kultur-base.de: Was ist das „Besondere“ an Ihrem neuen Roman „Wer Wind sät“? Nele Neuhaus: Ich erfinde mit meinen Romanen zwar nicht das Rad neu, aber ich erzähle spannende Geschichten, die einen realistischen Hintergrund haben und Charaktere beschreiben, die jeder Leser aus seinem persönlichen Bekanntenkreis kennt. Normale Menschen eben, die nicht normale Dinge tun. Besonders ist an „Wer Wind sät“, dass ich mich nicht nur auf die reine Krimihandlung beschränke. Und sicher auch das Hintergrundthema, das ja gerade wieder besonders aktuell ist. Aber das war wirklich Zufall, das konnte ich schließlich nicht wissen. kultur-base.de: Wie lange haben Sie an Ihrem neuen Roman gearbeitet? Nele Neuhaus: 10 Monate. kultur-base.de: Sie haben mittlerweile mehrere Romane geschrieben und veröffentlicht- gibt es darunter eine Art „Lieblingsbuch“? Nele Neuhaus: Meinen Erstling „Unter Haien“ liebe ich sehr! Und aus der Reihe mit Oliver von Bodenstein und Pia Kirchhoff mag ich „Tiefe Wunden“ am liebsten. Aber die anderen Bücher mag ich auch sehr, es sind schließlich alle meine Kinder. kultur-base.de: Es gibt auch „Hörbuchversionen“ u.a. auch von „Schneewittchen muss sterben“ und „Wer Wind sät“- gelesen von Julia Nachtmann. Wie zufrieden sind Sie mit den Hörbüchern? Nele Neuhaus: Es sind Kompromisse, mit denen ich gut leben kann. Julia Nachtmann ist eine tolle Sprecherin, die es schafft, den Zuhörer mit ihrer Art zu lesen in ihren Bann zu ziehen. Natürlich ist es schmerzlich, wenn die Bücher so sehr gekürzt werden müssen um auf 5 bzw. 6 CD’s zu passen, aber das muss halt so sein, denn sonst würden die Hörbücher so teuer, dass sie niemand kaufen würde. kultur-base.de: Wie viel Einfluss hatten Sie dort auf die Kürzungen der Hörbuchfassung? Nele Neuhaus: Bei "Wer Wind sät "habe ich mit einer Mitarbeiterin von Hörbuch Hamburg jede einzelne Kürzung besprochen. Das war viel Arbeit, aber es hat sich gelohnt. Es ist alles drin, was ich für wichtig erachte. kultur-base.de: Wird es bald auch einen Roman von Ihnen im Fernsehen geben? Nele Neuhaus: Ja, es sieht gut aus. Die Filmoptionen wurden ja schon Anfang 2011 vergeben und nun scheint es konkret zu werden. Aber genaue Details darf ich hier noch nicht verraten. kultur-base.de: Werden Ihre Leser die Gelegenheit bekommen Sie auf Lesungen zu „Wer Wind sät“ zu treffen? Nele Neuhaus: Ich hatte seit Erscheinen des Buches bereits vier Lesungen, ich mache aber noch viel mehr. Auf meiner Webseite stehen alle Termine für Lesungen. --> www.neleneuhaus.de kultur-base.de: Können Sie sich noch an Ihr erstes Buch erinnern, welches Sie in Ihrem Leben gelesen haben? Nele Neuhaus: Nein, das war ein Kinderbuch. Eines von Vielen. Als Jugendliche mochte ich Federica de Cesco sehr gerne und ganz besonders die Roman-Trilogie von Mary O’Hara um die Stute Flicka und den Jungen Ken McLaughlin. Diese Reihe erschien übrigens bei Ullstein, so wie meine Bücher heute. kultur-base.de: Welches Buch liegt zurzeit auf Ihrem Nachttisch? Nele Neuhaus: „Endzeit“ von Liz Jensen. kultur-base.de: Haben Sie literarische Vorbilder? Nele Neuhaus: Nein. kultur-base.de: Was macht „Nele Neuhaus“ wenn sie nicht an einem neuen Roman arbeitet? Nele Neuhaus: Ich arbeite noch immer in der Firma meines Mannes. Ich kümmere mich um unsere Pferde, den Haushalt, meinen Hund und meinen Mann. Ein ganz normales Leben. kultur-base.de: Und nun zum Schluss, würden Sie sich mit 3 Wörtern selbst beschreiben? Nele Neuhaus: Ich bin zufrieden. :-D kultur-base.de: Vielen Dank für das Interview.
Nele Neuhaus Wer Wind säht
Unser Fazit zu „Wer Wind säht“: Ein absoluter Top Roman „Made in Germany“- mehr als lesenswert!!!!!
ISBN: 978-3548283517 14,99 € Verlag: Ullstein Verlag Bild: © Felix Brüggemann Link: www.ullsteinbuchverlage.de
|


Endlich hat es wieder eine deutsche Autorin geschafft sich an die Spitze der Bestseller zu schreiben: Nele Neuhaus. kultur-base.de hatte die Gelegenheit mit ihr über ihren neuen Roman „Wer Wind säht“ und allerlei Privates zu sprechen.




