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Katy Karrenbauer im Gespräch mit kultur-base.de
Geschrieben von: Daniel Raifura   

Sie war über viele Jahre lang das Aushängeschild der RTL- Erfolgsserie „Hinter Gittern“, dort spielte sie die Rolle, die eigentlich alle mit dieser Serie verbanden: Walter. Das Leben geht weiter, auch ohne „Hinter Gittern“, gerade für Katy Karrenbauer. kultur-base.de spracht mit Katy Karrenbauer über ihr Buch und vieles mehr ...

kultur-base.de: Frau Karrenbauer, Sie haben aktuell ein Buch geschrieben „Das Leben ist kein Fischfurz“, warum gerade jetzt ein Buch?

Katy Karrenbauer: Warum grade jetzt nicht?? Nein, ganz im Ernst. Ich schreibe ja schon lange, habe mich aber erst im letzten Jahr um einen Verleger bemüht. Im Februar dann kam ich mit dem Novum Verlag zusammen.

kultur-base.de: Ihr Schreibstil ist absolut direkt und ehrlich, sind Sie immer so direkt?

Katy Karrenbauer: Ja. Die einen mögen es, andere wiederum können damit wenig anfangen. Ich selbst kann allerdings mit langen "umschweifen" wenig anfangen, bin lieber sehr direkt.

kultur-base.de: In Ihrem Buch schreiben Sie über viele Momente, unter anderem Ihrer Teilnahme an der Spielshow „Ford Boyard“, warum sparen Sie die Namen Ihrer „Kollegen“ aus und hauen nicht so um sich wie z.B. Dieter Bohlen in seinen Büchern?

Katy Karrenbauer: Weil ich nicht mit dem Namen meiner Kollegen ein Buch verkaufen möchte, sondern mit meinem eigenen Namen. Ich halte auch nichts davon, andere in den Dreck zu ziehen oder mich auf Kosten anderer wichtig zu machen. Aber das muss ja jeder für sich selbst entscheiden. Wenn es was Gutes zu berichten gibt, nenne ich ja die Namen. Herrn Bohlen z.B. habe ich ja genannt, haha.

kultur-base.de: Was sagen Sie über böse Zungen die behaupten: „Schau mal die Karrenbauer ist pleite und schon schreibt sie ein Buch“?

Katy Karrenbauer: Ich habe mich immer recht wenig davon beeinflussen lassen, was andere über mich sagen. Ich habe ja auch schon ein Buch veröffentlicht, und da war ich nicht "Pleite", wie man das grade so schön oder unschön nennt.
Ich schreibe, seit ich 13 Jahre alt bin und was böse Zungen behaupten, interessiert mich nicht. Böse Zungen befinden sich ja auch oft in bösen Menschen, und mit denen möchte ich gar nichts zu tun haben.

kultur-base.de: Was würden Sie sagen, warum sollte man Ihr Buch unbedingt lesen?

Katy Karrenbauer: Wenn jemand mehr über mich erfahren möchte, dann erfährt er hier im "Fischfurz" eine ganze Menge. Aber wenn jemandem meine Meinung am "Popo" vorbeigeht, kann ich nur von diesem Buch abraten. Ansonsten ist es wie andere Bücher auch, mal unterhaltsam, mal langweilig, mal lustig, mal traurig. Ich bin als Schauspielerin vor fast 30 Jahren angetreten, um Menschen zum Lachen und zum Weinen zu bringen, Emotionen herauszulocken, zu inspirieren und zum Nachdenken anzuregen. Das möchte ich auch mit meinem Buch. Nicht mehr, aber auch nicht weniger!

kultur-base.de:Frau Karrenbauer wie fühlen Sie sich zur Zeit, wenn sie die Schlagzeilen über sich hören? (Promis in der Schuldenfalle- Katy Karrenbauer ist Pleite (Stern TV)

Katy Karrenbauer: Wenn ich jetzt sagen würde, dass das spurlos an mir vorbeigeht, würde ich lügen. Ich mache mir viele Gedanken und versuche einfach, den Kopf auf den Schultern zu halten. Außerdem weiß ich ja, dass ich nicht die Einzige bin, der das so ergangen ist oder ergeht. Ich hätte mr allerdings auch eine schönere Eigenwerbung vorstellen können. Wer würde nicht lieber mit seiner Arbeit in den Schlagzeilen sein, anstatt mit dieser Geschichte.

kultur-base.de: Mal ganz ehrlich: Wie viel „Walter“ steckt in Katy?

Katy Karrenbauer: So viel Katy auch in Walterchen steckte. Ich regel meine Probleme allerdings nicht mit den Fäusten.

kultur-base.de: „Walter“ hatte viele emotionale Momente, aber auch enorm „brutale“, war das für Sie problematisch, solch eine Brutalität zu spielen?

Katy Karrenbauer: Ja, oft. Aber wir haben dann am Set einfach mehr gelacht. Hat Thomas Kretschmann übrigens neulich auch in einem Interview gesagt. Er habe am Set noch nie so viel gelacht wie zu der Zeit, als er in die Rolle des Kannibalen schlüpfte. Wir wissen ja, dass wir das nur spielen. Wenn es dann auf dem Bildschirm überzeugt, haben wir unsre Sache einfach gut gemacht.

kultur-base.de: Sie wurden oft betrogen, welchen Tipp möchten Sie unseren Lesern geben, die ähnliche Erfahrungen wie Sie gemacht haben?

Katy Karrenbauer: Man kann den Menschen ja zunächst immer nur vor den Kopf gucken. Dennoch bin ich der Meinung, jeder verdient eine Chance. Man sollte sich vielleicht manchmal nur etwas von der eigenen Blauäugigkeit verabschieden und sich keinesfalls bei seinen Entscheidungen zu etwas verleiten lassen, was gegen das Bauchgefühl spricht, so wie ich es getan habe. Das Bitterste, was einem passieren kann ist ja, das Vetrauen zu verlieren. Meines ist leider nachhaltig sehr angekratzt.

kultur-base.de: Gibt es eine Fernseh oder Theaterrolle die Sie schon immer ein Mal spielen wollten?

Katy Karrenbauer: Ich wollte am Theater immer gern mal die Rolle spielen, die Anna Magnani in "Die tätowierte Rose" spielte. Im Fernsehen würde ich gern als Kommissarin antreten.

kultur-base.de: Sie sind in Duisburg geboren, wie weit fühlen Sie sich mit dem „Ruhrpott“ verbunden?

Katy Karrenbauer: Der Pott ist meine Heimat und das wird auch immer so bleiben.

kultur-base.de: 2010 wird Essen stellvertretend für das Ruhrgebiet „Kulturhauptstadt“, werden Sie vorbei kommen?

Katy Karrenbauer: Ja, ich weiß und ich werde mich sicherlich dort sehen lassen. Ich finde es auch großartig, dass Essen Kulturhauptstadt geworden ist. Das hat der Pott sich redlich verdient!

kultur-base.de: Vielen Dank für das nette Interview


Das Interview führte Daniel Raifura

Unser Tip: Besuchen Sie Frau Karrenbauer im Internet unter www.katy-karrenbauer.de

Foto: (c) Stefan Pick

 

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