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Patrick Mölleken im Interview
Geschrieben von: Daniel Raifura   

Er ist gerade 15 Jahre alt, geht noch zur Schule und besitzt sehr großes Talent. Patrick Mölleken ist mit seinen jungen Jahren erfolgreicher Schauspieler und Synchronsprecher. In Erfolgsserien wie „Traumschiff“, „Pfarrer Braun“ oder „Die Alpenklinik“ begeisterte er ein Millionen Publikum. Freunde guter Hörbücher kennen seine Stimme u.a. aus Ken Folletts Meisterwerk „Die Tore der Welt“.

 

 

kultur-base.de: Wie bist Du auf die Idee gekommen Schauspieler zu werden?

Patrick: Mit 5 Jahren stand ich durch Zufall zum 1. Mal auf einer Bühne vor
ungefähr 300 Gästen. Da spürte ich, wie schön es ist, wenn der Funke auf
das Publikum überspringt. Da ich auch Klavier spielte, hatte ich in der
Folgezeit kleinere Auftritte und synchronisierte Werbespots. Da mir das alles
viel Spaß und Freude bereitete, habe ich mich mit 10 Jahren schließlich um
die Aufnahme in eine Kinder- und Jugendagentur für Schauspiel beworben und
wurde aufgenommen.

kultur-base.de: Mit Deinen 15 Jahren hast Du schon so viele Auftritte in
den letzten drei Jahren gehabt, geht das gut mit Schule und Schauspiel?


Patrick: Ich habe das große Glück, den Schulstoff schnell verarbeiten zu
können. Die Schule hat natürlich Vorrang, aber so bleibt mir genügend Zeit
und Freiraum, mich meinen Hobbys und meiner Leidenschaft, der Schauspielerei,
zu widmen. Wenn Drehtage in die Schulzeit fallen, bemühe ich mich stets, die
versäumten Lerninhalte zeitgleich aufzuarbeiten. Das hat bisher immer
funktioniert und meine Lehrer waren sehr zufrieden.

kultur-base.de: Wenn man sich Deinen Lebenslauf anschaut, sieht man, dass Du
auch in großen Serien wie z.B: „Das Traumschiff“ „Pfarrer Braun“ etc.
mitgemacht hat. Wie fühlt es sich an, wenn man plötzlich selbst im
Rampenlicht neben großen Schauspielern steht?


Patrick: Es ist eine große Ehre und Freude, mit so bekannten Größen drehen
zu dürfen und dann auch noch von ihnen als gleichwertiges Teammitglied
akzeptiert und aufgenommen zu werden. Es haben sich nicht nur während der
Drehzeit, sondern auch darüber hinaus interessante Gespräche und andauernde
Freundschaften entwickelt.

kultur-base.de: Wir sind schrecklich neugierig, mit wem zum Beispiel?

Patrick: z. B. mit Uwe Friedrichsen und Heide Keller.

kultur-base.de: Welche Rolle hat Dir am meisten Spaß gemacht?

Patrick: Da kann ich mich nicht festlegen, da jede einzelne Rolle, die ich
spielen durfte, ihren individuellen Reiz hatte.

kultur-base.de: Gibt es eine besondere Rolle, die Du gerne mal spielen würdest?

Patrick: Rollen ähnlich wie die des Oliver Twist oder die Rolle des Scipio in
"Herr der Diebe" nach Cornelia Funke, auf jeden Fall mal im Bereich Drama und
Abenteuer.

kultur-base.de: Was sagen Deine Freunde und Familie zu Deinem Erfolg?

Patrick: Meine Freunde wissen, dass ich drehe, aber da ich keine Sonderrolle einnehmen
möchte, halte ich mich lieber bedeckt und mache das nicht zum Hauptthema.
Meine Familie kann das Interesse für mein Hobby nachvollziehen und
unterstützt mich entsprechend.

kultur-base.de: Wie stellst Du Dir Deine Zukunft vor? Möchtest Du bei Film
und Fernsehen bleiben? Oder hast Du vor Dich beruflich ganz in eine andere Richtung zu entwickeln?


Patrick: Das wäre mein größter Wunsch, bei der Schauspielerei bleiben zu
können. Ich könnte mir aber auch durchaus vorstellen, einen Beruf hinter der
Kamera zu erlernen.

kultur-base.de: Aber Du arbeitest nicht nur vor der Kamera, sondern
arbeitest auch als Synchronsprecher für das Fernsehen, was macht Dir mehr Spaß-
Deine Stimme zu verleihen, oder zu Spielen?


Patrick: Diese beiden Metiers kann man so nicht miteinander vergleichen. Für mich ist die Arbeit vor der Kamera natürlich abwechselungsreicher und interessanter, jedoch macht mir die Arbeit im Tonstudio auch viel Freude, weil man mit der Stimme viel experimentieren kann. Es ist spannend, zu erleben, wie die Figuren durch die Stimme lebendig werden. Es erfordert viel Kraft und Ausdauer.

kultur-base.de: Du hast auch bei dem großen Hörbuch „Die Tore der Welt“ von Ken Follett mitgesprochen, wie war das für Dich?

Patrick: Es hat mir sehr gefallen, mich in die Lage des mittelalterlichen Englands hineinzuversetzen, da mich historische Geschichten aus dieser Zeit schon immer fasziniert haben. Da ich sonst zeitgemäße oder sehr moderne Rollen spreche bzw. synchronisiere, wie derzeit auch die Rolle des Jinta Hanakari in der japanischen Anime-Serie "Bleach" für die deutsche Fassung, habe ich mich auf eine andere Zeitreise begeben dürfen.

kultur-base.de: Liest Du auch gerne, wenn Du mal „frei“ hast?

Patrick: Ja.

kultur-base.de: Welche sind denn Deine Lieblingsbücher, die Du unseren Lesern unbedingt weiterempfehlen möchtest?

Patrick: „Die Welle“ von Morton Rhue. Ein spannendes Buch über die unglaubliche
Beeinflussungsmöglichkeit von Menschen. Leuchttürme (spektakuläre Aufnahmen von "Wachposten des Lichts" und Landschaften) von Jean Guichard, für Liebhaber maritimer Themen und wenn es mal ganz entspannend sein soll, sind es auch sehr gerne die beliebten
LTB-Taschenbuecher von Walt Disney.

kultur-base.de: Wenn Du Dich selbst mit drei Wörtern beschreiben musst?

Patrick: 3 Wörter reichen nicht, das wird schwierig.
Verantwortungsbewusst, zuverlässig, fleißig, interessiert, neugierig, zielstrebig, ehrgeizig,
hartnäckig, fantasievoll, hilfsbereit, ordentlich, freundlich, höflich, reiselustig, unternehmungslustig, auch gerne mal verspielt und hoffentlich ein guter Bruder für meine beiden Schwestern, vielleicht manchmal anstrengend

kultur-base.de: Wann dürfen wir Dich wieder im Fernsehen sehen?

Patrick: Voraussichtlich am 01.Mai 2009, wenn die vierte Folge "Der
Alpenklinik" in der ARD gesendet wird. Und am selben Abend ist auch noch die Ausstrahlung des Dokudramas "Stählerne Zeit" geplant.

kultur-base.de: Und wann gibt es wieder ein Hörbuch mit Deiner Stimme?

 


Patrick: Zur Zeit kann man im Schalke 04 Fanshop das Hoerspiel "Knappenkids 2 -
Mannschaft in Gefahr" bestellen. Ich habe darin die Rolle des "Youri".
Dann wurde ich für die Rolle des Felix in dem Hoerspiel "Wie man unsterblich
wird - Jede Minute zählt" von Sally Nicholls ausgewählt. Das Hörspiel wird
im Januar 2009 vertont und ich denke, es kommt im April oder Mai raus.

kultur-base.de: Vielen Dank für das Interview!

Patrick Mölleken sprach mit Daniel Raifura

 

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